Psychobiotika – die antidepressive Wirkung von SanProbi Barrier

Bastian Müller

Unser Darm ist sehr belebt, und die Auswirkung von dem, was in ihm geschieht, auf das Funktionieren des gesamten menschlichen Organismus, überrascht uns immer wieder. Eine der überraschendsten und vielversprechendsten Entdeckungen ist der Einfluss des Mikrobiomzustands auf das Befinden und den Zustand des Nervensystems. Dank intensiver Forschungen erhält die Medizin die Möglichkeit der Anwendung von Probiotika, die uns vor Depressionen und Stimmungsstörungen schützen können!


    Die Marke SanProbi erfreut sich großer Anerkennung, weil ihre Produkte Bakterienstämme mit konkret definierten Patenten enthalten. Die Wirksamkeit der verwendeten Formeln wurde in Forschungen nachgewiesen, sodass wir bei der Auswahl eines solchen Produkts genau wissen, welche Wirkungen wir erwarten können. Eines der interessantesten Produkte ist die Version Barrier, die außer (oder vielleicht dank ihr?) der grundlegenden Wirkung, welche die Stärkung der Darmbarriere ist, auch vorteilhaft auf das Befinden einfließen kann.

    Die Formel Ecologic® BARRIER, die zur Produktion von SanProbi Barrier verwendet wurde, setzt sich aus einer Mischung aus 8 Bakterienstämmen zusammen:
    • B. bifidum W23
    • B. lactis W52
    • L. acidophilus W37
    • L. brevis W63
    • L. casei W56
    • L. salivarius W24
    • Lc. lactis W19
    • Lc. Lactis W58

    Die Stämme wurden laut den folgenden Kriterien ausgewählt:
    • Fähigkeit zur Stärkung der Epithelbarriere
    • Hemmung der Mastzellenaktivierung
    • Hemmung der entzündungsfördernden Zytokine
    • Reduktion der Menge an toxischen Lipopolysacchariden

    Die Gesamtfläche der Darmzotten entspricht ungefähr der Größe eines Fußballplatzes, und die Schleimhaut, die sie auskleidet, ist ein wichtiges Element, das die Außenwelt vom Inneren unseres Systems trennt. Die effiziente Schleimhaut erlaubt die Absorption von lebenswichtigen Bestandteilen und kümmert sich gleichzeitig darum, dass keine schädlichen Substanzen in den Kreislauf gelangen. Die Schwächung der engen Verbindungen und eine Erhöhung der Darmpermeabilität steigern das Risiko für das Wachstum von Endotoxinen im Blut - Lipopolysacchariden (LPS). Diese Toxine sind mit der Entwicklung vieler entzündlicher Erkrankungen verbunden.

    Unser Hauptgast des Artikels
    Unser Hauptgast des Artikels

    Saskia Van Hemert, Geline Ormel „Influence of the Multispecies Probiotic Ecologic® BARRIER on Parameters of Intestinal Barrier Function”
    https://file.scirp.org/pdf/FNS_2014092208440198.pdf

    Die im Darm produzierten Endotoxine können negativ auf die Funktion des Gehirns einfließen. Dies geschieht aufgrund der ungünstigen Veränderungen im Profil der entzündlichen Zytokine, die die kognitiven Funktionen (u.a. IL-6) stören, aber auch durch die direkte Wechselwirkung mit TLR-Rezeptoren (toll-like receptors), die auch in den Gliazellen platziert sind.

    Der Darm kommuniziert sich direkt über den Vagusnerv mit dem Gehirn und diese Verbindung wird als Darm-Hirn-Achse bezeichnet. Wahrscheinlich erlebte jeder von uns eine klare Wirkung dieser Achse, zum Beispiel durch die charakteristischen "Schmetterlinge" im Bauch während Stress oder Gereiztheit und ein schlechtes Befinden bei Bauchschmerzen.

    Für die Studie mit der 8-Stämme-Formel Ecologic® BARRIER wurden 40 junge, gesunde (physisch und psychische) Nichtraucher ausgewählt. Die Patienten wurden per Zufallsprinzip in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, von denen eine Gruppe 4 Wochen lang ein Probiotikum und die andere ein Placebo erhielt. Als Placebo wurde eine Mischung aus Maisstärke und Maltodextrin verwendet, die in gleich aussehenden Beuteln verabreicht wurde. Die Studie war dreifach verblindet. Vor dem Beginn der Studie mussten die Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen, in dem die kognitive Reaktivität auf traurige Stimmung angegeben wurde und einen Fragebogen, der die Depressions- und Angstsymptome bestimmte. Nach deren Ausfüllen wurden zwei Tests mit Hilfe eines Computers durchgeführt. Zum Schluss bekam jeder eine Verpackung mit 28 Beuteln und Anweisungen, um den Inhalt in Wasser oder warmer Milch aufzulösen und am Abend vor dem Schlaf einzunehmen. Um das Risiko für das Vergessen der Einnahme des Beutelinhalts zu reduzieren, erhielt jeder eine Textnachricht, die daran erinnerte, dass das Probiotikum eingenommen werden sollte.

    Nach 28 Tagen wurden die Fragebögen erneut ausgefüllt und die Ergebnisse verglichen. Aufgrund der Tatsache, dass die Teilnehmer zu Beginn psychisch gesund waren, wurden statistisch keine bedeutsamen Unterschiede in den Fragebögen mit Depressionssymptomen und Angststörungen festgestellt. Es wurden jedoch Änderungen in den Ergebnissen des LEIDS-r-Fragebogens, der die Veranlagung zu Depressionen bestimmt, beobachtet. Unter den Ergebnissen wurde unter anderem eine Reduktion der Neigung zu aggressiven Gedanken und intensivierten Gedanken als Reaktion auf eine traurige Stimmung beobachtet. Dies weist darauf hin, dass die Anwendung dieser probiotischen Formel unsere Reaktion auf eine gesenkte Stimmung verändert, was auf eine größere Beständigkeit gegen die Entwicklung von Depressionen und Stimmungsstörungen einfließt.

    Laura Steenbergen i wsp. „A randomized controlled trial to test the effect of multispecies probiotics on cognitive reactivity to sad mood”
    https://pdfs.semanticscholar.org/1769/7389c2d9cd5fe5ca7b6376881d61bcf10e58.pdf

    Zusammengefasst kann der Gebrauch von Probiotika auch für die Gehirnfunktion bedeutsame Vorteile bringen. Weitere Forschungens werden benötigt, aber wir wissen jetzt schon, dass ausgewählte Bakterienstämme die Emotionen stabilisieren und der Entwicklung von Depressionen vorbeugen können.

    Stichworte: Gesunder Darm, probiotika, sanprobi

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